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Die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid sind weitaus größer, als bislang angenommen

Der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes weist in einer aktuellen Untersuchung nach, dass die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid weitaus größer sind, als bislang angenommen. Dies könne eine der Ursachen für die Bienenvolksterben in aller Welt sein. Die Studie The significance of the Druckrey-Küpfmüller equation for risk assessment - The toxicity of neonicotinoid insecticides to arthropods is reinforced by exposure time erschien am 23. Juli in dem Fachmagazin Toxicology (online).

Hoffen auf Verbot von Maisbeize in Österreich

Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) bekam auf seine Forderung nach einem Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Mais- und Rapsanbau eine Antwort von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). Heuer wurden allein in Österreich bis Ende Juni von 64 Imkereibetrieben Vergiftungsfälle bei der Agentur für Ernährungssicherheit gemeldet. Betroffen waren 80 Bienenstände. Im Vorjahr kam es laut Ages bei 123 Bienenvölkern in Oberösterreich, die in Maisanbaugebieten standen, zu Schäden. Während für die Imker und Anschober der Zusammenhang zwischen Maisbeize und Bienensterben offenbar klar ist, will das Landwirtschaftsministerium diesen Zusammenhang noch wissenschaftlich exakt abklären lassen. So heißt es in dem Antwortschreiben von Minister Berlakovich an Anschober, dass das zu diesem Zweck vor zwei Jahren ins Leben gerufene Forschungsprojekt heuer im Herbst abgeschlossen werde. Erst danach könne der Minister abgesicherte Aussagen zu diesem Thema treffen. Für Anschober ist klar, dass das nur ein Verbot der Maisbeize sein kann. Er hofft darauf, dass es noch im Herbst erlassen wird.

Hoffnungen der Imker für die Zukunft schrumpfen - Ministerium: «Absolutes Verbot von Insektiziden nicht möglich»

Täglich schaut er in den Briefkasten. Doch bisher hat Imker Eckhard Radke noch keine Reaktion vom Bundeslandwirtschaftsministerium auf dem Schreibtisch. Vor knapp drei Wochen hatte er als Vizevorstand mit weiteren Vertretern des Landesverbands Bayerischer Imker (LVBI) in Dietmannsried (Oberallgäu) eine Liste mit über 18500 Unterschriften an den Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, übergeben. Die Unterzeichner fordern ein Totalverbot von Nervengiften im Pflanzen- und Ackerbau (Gruppe der Neonicotinoide). Bereits 2008 hatte der Einsatz des Wirkstoffs Clothianidin im Maisanbau zu einem großen Bienensterben geführt, da das starke Nervengift schon in geringsten Mengen bei allen Insekten zum Tod führt. «Die Forderung, alle Neonicotinoide komplett zu verbieten, ist so rechtlich nicht umsetzbar», erklärt Dr. Steffen Beerbaum vom Bundesministerium auf Nachfrage unserer Zeitung. Denn wenn alle Zulassungsvoraussetzungen für ein Pflanzenschutzmittel gegeben seien, müsse die Zulassung auch erfolgen.

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Bienensterben durch Pestizide ist ein Alarmsignal

Zu den Warnungen des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und des Deutschen Berufsimkerbundes (DBIB) vor weiterem Bienensterben erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Agrogentechnik: Die von BUND und DBIB vorgestellten Daten zeichnen ein erschreckendes Bild: Die Biene ist ein entscheidender Indikator für die durch Pestizide verursachten ökologischen Schäden. Es ist davon auszugehen, dass neben den gut dokumentierten Bienenvölkern zahllose andere Organismen durch die Neonicotinoid-Nervengifte geschädigt werden. Auch die Langzeitfolgen von Neonicotinoiden in geringer ("subletaler") Dosis sind bisher nicht untersucht. Die Bundesregierung schaut tatenlos zu. Sie hält an ihrer "weiter so"-Strategie fest und hat 2010 sogar Clothianidin wieder zugelassen, obwohl unabhängige Studien die Bienengefährlichkeit bestätigen.

Bienensterben durch Pestizide geht weiter. Imker und BUND fordern Reform der Zulassungspraxis

Zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20000 Bienenvölker durch das Insektizid Clothianidin getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiter bienengefährdende Pestizide eingesetzt. Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) brachten die 2008 verordneten Maßnahmen zur Begrenzung der Gefährlichkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln für Bienen nicht das gewünschte Ergebnis. Die Verbände haben weiterhin vor allem das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin im Visier, das zur Gruppe der sogenannten Neonicotinoide gehört.

Imker fürchten um Blüten-Bestäubung

Die Imker in Rheinland-Pfalz sorgen sich um ihren Nachwuchs. Rund 3 900 Hobby-Imker gibt es im Land, die etwa 42 000 Bienenvölker mit über 1,5 Milliarden der fleißigen Nektar- und Pollensammler betreuen - doch nun sind immer weniger Menschen bereit, sich um die Honigproduzenten zu kümmern. Folge: Es wird in Zukunft unter anderem Probleme bei der Blüten-Bestäubung der Obstbäume und der Rapsfelder geben - wenn nicht gegengesteuert wird.

Hungergefahr: Bienen brauchen blühende Pflanzen

Für die Bienen ist jetzt eine harte Zeit angebrochen. Nach leuchtend-gelben Rapsmeeren und grünen, in voller Pracht stehenden Landschaften herrscht auf den Feldern nun das staubige Gelb des Korns vor. „Von August bis Oktober blüht es nur noch in den Hausgärten, aber nicht mehr auf dem Feld“, sagt Ekkehard Nepf. Der Eutiner Hobby-Imker (71) sorgt sich um die Bienen, die in dieser Zeit Hunger leiden.

Schadensersatz für getötete Bienenvölker

Wenn Bienenvölker urplötzlich sterben, ist dies meist kein Zufall. Wenn ein giftiger Wirkstoff die Ursache dafür ist, kann der Imker Schadenersatz geltend machen. Das Landgericht Lüneburg sprach am 1. Juli 2009 (AZ: 4 O 252/08) einem Imker Schadensersatz für die Tötung von Bienenvölkern zu, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.

GLOBAL 2000 warnt vor weiterem Bienensterben: Langzeitwirkung von Pestiziden unterschätzt

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt, dass die in Österreich ergriffenen Schutzmaßnahmen gegen das Bienensterben wirkungslos bleiben könnten. Denn eine aktuelle niederländische Studie zeigt auf, dass auch eine verbesserte Ausbringungsmethode der Pestizide Clothianidin und Imidacloprid - wie sie in Österreich nun
praktiziert wird - die Gefahr von massiven Bienenverlusten nicht bannen kann. "Die Strategie könnte sich als grundsätzlich falsch und fatal für viele Bienen und ImkerInnen herausstellen. Da Imidacloprid und Clothianidin nur sehr langsam abgebaut werden, mindert eine etwas geringere Umweltkontamination die Gefahr von massiven
Bienenverlusten nicht. Der schädigende Effekt der nikotinartigen Wirkstoffe auf die Nervenreizleitung von Bienen ist gänzlich irreversibel.

Dosis und Wirkung – Beiträge zur theoretischen Pharmakologie (1949) von Hermann Druckrey und Karl Küpfmüller

Zusammen mit dem mathematisch versierten Elektro- und Nachrichtentechniker Karl Küpfmüller entwickelte der Pharmakologe und Krebsforscher Hermann Druckrey die theoretischen Grundlagen für die Dosis-Wirkungs-Beziehung in der Pharmakologie und Toxikologie, die in zwei Aufsätzen 1948 und 1949 veröffentlicht wurden.

Faulbrut im Kerpener Raum - Bienen von Seuche befallen

Wenn Bienenzüchter oder Imker einen zähen braunen Schleim in ihren Völkern finden, dann ist guter Rat teuer. Der Schleim ist nämlich ein Hinweis auf eine Faulbrut. Genau das haben die Veterinäre des Kreises jetzt im Kerpener Raum festgestellt. Nach Angaben des Kreises haben Tierärzte dort schon vor über einer Woche die amerikanische Faulbrut bei Bienenvölkern festgestellt und eine Sperrzone eingerichtet. Alle Imker, die Bienenvölker in diesem Sperrgebiet haben, müssen sich beim Veterinäramt des Kreises melden, damit die Ärzte dort Proben entnehmen können. In den Sperrbezirk dürfen weder Bienen hinein noch hinausgebracht werden.

Eine Tragödie: das Bienensterben in Luzern

Jahr für Jahr schwindet die Anzahl der Bienenvölker im Kanton Luzern. Der Luzerner CVP-Kantonsrat Urs Kunz ist besorgt: "Für den Menschen sind Bienen lebensnotwenig, da sie den grössten Teil der Pflanzen bestäuben. Und sie sind auch für die menschliche Nahrung unverzichtbar: ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt unmittelbar von den Bienen ab." Urs Kunz möchte deshalb wissen, wie schlimm die Lage ist und was die Regierung dagegen tut.

Imker beklagt tote Bienen

Am vergangenen Samstag hat der Ramschieder Imker Dieter Vester vor seinem Bienenstand in Kiedrich sterbende und tote Bienen entdeckt. In den Bienenstöcken fehlten etwa 70 Prozent der Bienen, schätzt er. Das Verhalten der sterbenden Bienen deute auf einen Giftschaden hin, sagte er auf Anfrage. Bestimmte Pflanzenschutzmittel machten die Bienen orientierungslos, so dass sie nicht zum Stock zurückkehrten, sondern in der Landschaft verendeten. Vester vermutet, dass die Bienen durch Pflanzenschutzmittel getötet wurden, die Landwirte oder Gärtner verwendeten.

Bienen war es zu nass: Halb so viel Mostobst wie 2009

Das seit Anfang Mai sehr nasse und zu kühle Wetter schadet der Landwirtschaft: In Oberösterreich gibt es heuer um rund die Hälfte weniger Mostäpfel- und -birnen als im Vorjahr. Bienen konnten während der verregneten Blüte der Streuobstbäume kaum fliegen.

Harte Zeiten für Honigfreunde

Oberbergischer Imkerhonig ist zurzeit Mangelware. Statt 10 bis 15 Kilogramm Honig pro Bienenstock, den 40- bis 50.000 Bienen bewohnen, kam diesmal so gut wie gar kein Honig heraus. Ein echtes Krisenjahr für die Imker.

Bienen in Not

Georg Kellner ist ratlos. Der Hobby-Imker muss um seine Bienen fürchten. Die fleißigen Völker sind durch den verregneten und kalten Mai vom Aussterben bedroht. Der Grund: Die Tiere fliegen bei einer Temperatur unter zehn Grad nicht aus. „Die Körperwärme reicht nicht aus, um das Ausschwärmen zu ermöglichen“, erklärt der Vorsitzende des Tölzer Imkervereins. Damit nicht genug: Die Kälte verhinderte außerdem das Blühen vieler Pflanzen. Die Bienen finden keinen Nektar für den Nachwuchs und die Königin stoppt ihre Eiablage. „Das habe ich in meiner Zeit als Imker noch nicht erlebt“, klagt Kellner, der sich seit 1963 mit der Bienenzucht beschäftigt. An eine Honigernte sei heuer nicht zu denken. Kellner hofft jetzt, dass wenigstens alle Tiere überleben. Schließlich verbrauchen sie 300 bis 400 Gramm Nektar am Tag.

Imker warnen vor Genmais-Verbreitung durch Bienen

Vor einer Verbreitung von gentechnisch verunreinigten Maispollen durch Bienen warnt der Imkerverband Mecklenburg-Vorpommerns: »Die Problematik beim Anbau des verunreinigten Saatgutes besteht darin, dass die Honigbiene den gentragenden Pollen überträgt»,erläutert Verbandsvorsitzender Wolf- Dieter Feldkamp. Über die Futterversorgung der Bienenvölker gelange der genveränderte Maispollen auch in den Honig.

Bienen liegen tot vor ihrem Stock

Ohne Verluste hat der Hobbyimker Johann Oßwald aus Oberringingen seine 20 Bienenvölker durch den langen und harten Winter gebracht. Doch jetzt sterben seine Bienen plötzlich wie die Fliegen. Im Gras vor den Bienenkästen liegen Hunderte verendete Tiere, einige von ihnen bewegen sich noch schwach. „Die sterben dann innerhalb von knapp einer Stunde“, sagt der Imker. Für Johann Oßwald eine Katastrophe. Den möglichen Grund für das Bienensterben hat Johann Oßwald bereits ausgemacht. „Seit gestern wird auf den Feldern wieder sehr viel gespritzt, gegen das Unkraut im Mais“, sagt Oßwald. Schon im vergangenen Jahr, als der Raps im Herbst noch einmal blühte, seien viele Bienen nach einer Spritzaktion tot vor dem Stock gelegen.

Das Elend der Bienen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen

Rund 30 Prozent aller Bienen in Baden-Württemberg haben nach Schätzung der Experten den vergangenen Winter nicht überlebt. Das sind bei rund 160 000 Völkern fast 50 000. Wieder einmal kämpfen die Imker um das Überleben ihrer Bienenvölker. So wie seit langer Zeit schon, denn die in der Natur unentbehrlichen Bestäuber von Blüten aller Art werden von vielen Seiten angriffen. Als man in Südbaden im Jahr 2008 dem Maiswurzelbohrer mit Clothianidin beikommen wollte, gingen fatalerweise auch 11 500 Bienenvölker zugrunde. Auch in Nordrhein-Westfalen müssen die Imker in diesem Jahr ein massenhaftes Bienensterben verkraften. Zwischen 20 und 30 Prozent aller Völker sind in den vergangenen Monaten zugrunde gegangen, wie der Vorsitzende des Imkerverbands Rheinland, Udo Schmelz, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp in Duisburg sagte.

Bienenverluste bis 90% in manchen Regionen Deutschlands - Ohne Bienen kein Obst und kein Gemüse

Die Bienen sind in Gefahr und mit ihnen die ganze Artenvielfalt und die Bestäubung der Blüten, die wiederum Voraussetzung dafür ist, dass sich Früchte entwickeln können. Ohne Bienen kein Obst und kein Gemüse – die fleißigen Insekten leisten weit mehr für die Gesellschaft als nur deren Versorgung mit leckerem Honig. "Wir hatten herbe Völkerverluste zu beklagen", sagte Ralf Albert, Vorsitzender der Bonndorfer Imker, rund 50 Prozent der Bienenvölker hätten den Winder nicht überlebt, in manchen Regionen gingen die Verluste sogar bis 90 Prozent.

Sorge um Bienen in der Schweiz - Wertverlust von zehn Millionen Franken

30 Prozent aller Bienen haben in der Schweiz den Winter nicht überlebt. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre unvermindert fort. Hochgerechnet beklagt die Schweizer Imkerei einen Verlust von 48'000 Bienenvölkern, was laut dem Verein Deutschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde zu einem Wertverlust von zehn Millionen Franken führt. «Der ökologische Verlust wiegt aber um ein Vielfaches schwerer», so der Verein in einer Mitteilung. Vizepräsident Robert Sieber präzisiert: «Die Biene steht in Bezug auf die Wertschöpfung an dritter Stelle - nicht wegen des Honigs, sondern wegen der Bestäubung. Die Lage ist ernst.»

Bienensterben nun Politikthema in der Schweiz

Den Bienen gehts schlecht. So schlecht, dass der oberste Schweizer Imker Richard Wyss – er präsidiert den Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde – kürzlich die Alarmglocken zog. Landesweit seien im vergangenen Winter mit knapp 50 000 Bienenvölkern fast 30 Prozent aller Bienen eingegangen. Diese Zahlen haben auch die grüne Baselbieter Landrätin Marie-Theres Beeler aufgeschreckt, die mittels Interpellation vom Regierungsrat wissen will, wie er dem Bienensterben begegnet. Nationalrätin Maya Graf (Grüne) verdächtigt das Saatgutbeizmittel Clothianidin, zum Bienensterben beizutragen. Sie forderte deshalb vom Bundesrat, dessen Zulassung zu sistieren. Doch ihre Motion wurde nur in der abgeschwächten Form des Postulats, wonach die Zulassung zu überprüfen ist, überwiesen.

Sag mir, wo die Bienen sind

Wo es normalerweise im Frühling summt und brummt, herrscht in diesem Jahr vielerorts Totenstille: In einigen Gebieten in Bayern fliegt kein einziges Bienenvolk mehr. Vor allem in Oberbayern, der Oberpfalz und in manchen Teilen Frankens gebe es 'überproportional hohe Winterausfälle', klagt der Fachberater für Imkerei im Bezirk Oberbayern, Arno Bruder. So seien die Bienenbestände in Oberfranken im Schnitt um 41,3 Prozent zurückgegangen, berichtet er unter Berufung auf eine telefonische Umfrage und Befragungen bei Imkertreffen.

Neues Bienensterben wieder durch Clothianidin?

Ein Bienensterben im Raum Karlsruhe könnte erneut mit dem Pflanzenschutzmittel Clothianidin zusammenhängen, befürchtet der Landesverband Badischer Imker. Imker hätten seit vergangener Woche viele tote Bienen mit typischen Vergiftungssymptomen vor ihren Stöcken gefunden. Bereits vor zwei Jahren waren durch mit dem Pestizid behandelte Maissaaten zahlreiche Bienenvölker am Oberrhein vernichtet worden. Der Einsatz des Wirkstoffs Clothianidin war deswegen untersagt worden. Allerdings nur zur Behandlung von Maissaaten. Für die Rapssaatbehandlung ist er weiter zugelassen. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverband Badischer Imker, Manfred Raff aus Linkenheim-Hochstetten (Kreis Karlsruhe), befürchtet daher, dass das neue Bienensterben damit in Zusammenhang stehen könnte.

Wildbienen droht Hungersnot

Region Heilbronn - Für viele Wildbienenarten beginnt derzeit der Kampf ums Überleben. Ausgerechnet im üppigen Wonnemonat Mai wird vielen Insekten die Nahrung knapp. Blühende Natur und hungernde Bienen − wie passt das zusammen? Beliebte Gartenpflanzen wie Geranien oder Studentenblumen bieten zwar eine üppige Farbenpracht, für heimische Bienen sind exotische Züchtigungen jedoch völlig wertlos. Und wenn Wolf-Dieter Riexinger vom Umweltamt der Stadt Heilbronn derzeit im Grünen unterwegs ist, bietet sich ihm meist das gleiche Bild: Die Wiesen sind abgemäht und damit auch die Blüten, die Wildbienen zum Überleben brauchen.

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