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Die Blüten des Bösen

Katinka Schröder

Der Bär flattert heute nicht.

Die Geschichte beginnt Anfang der 90er Jahre, als in Frankreich außergewöhnlich viele Honigbienen starben, nachdem sie Pollen und Nektar auf Sonnenblumen- und Maisfeldern gesammelt hatten. Die im Stock arbeitenden Bienen starben an Milben und Krankheitserregern, die nie zuvor eine so große Sterblichkeit hervorgerufen hatten, und die Flugbienen verschwanden spurlos oder zeigten die typischen Symptome einer Pestizid-Vergiftung, indem sie zitternd vor dem Eingang des Stocks saßen. Die französischen Imker fragten die Bauern und erfuhren, daß diese zwei neue Insektizide einsetzten. Der Same werde damit behandelt, damit der Wirkstoff schon den Keim schützen und niedrig dosiert werden könne, da er auf diese Weise Bestandteil der Pflanze würde. Die Wirkstoffe hießen Fipronil und Imidacloprid und seien ihnen als bienenunschädlich verkauft worden.

Zulassungsverfahren in den Niederlanden für neue Generation von Insektiziden verfehlt den Schutz der Bienenvölker

Positionspapier, vorgelegt an NRC -NL am 29. April 2009 (von der Zeitungsredaktion gekürzt).

Der Tod ganzer Bienenvölker - wobei nicht nur ein paar Bienen, sondern das ganze Volk aus dem Bienenstock verschwindet - hat sich bei den niederländischen Imkern in den vergangenen sechs Jahren verdoppelt (siehe NRC, wissenschaftlicher Teil; 3. Februar 2009). Auch anderswo in Europa und in den Vereinigten Staaten ist die Zunahme der Bienenvölkerverluste alarmierend. In Teilen Chinas mussten die Obstbauern gezwungenermaßen zur Handbestäubung übergehen. Die Folgen eines weltweiten Sterbens der Bienenvölker für die Landwirtschaft und Natur können katastrophal sein. Zu Recht ist von einer drohenden weltweiten Bestäubungskrise die Rede.

Die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid sind weitaus größer, als bislang angenommen

Der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes weist in einer aktuellen Untersuchung nach, dass die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid weitaus größer sind, als bislang angenommen. Dies könne eine der Ursachen für die Bienenvolksterben in aller Welt sein. Die Studie The toxicity of neonicotinoid insecticides to arthropods is reinforced by exposure time erschien am 23. Juli in dem Fachmagazin Toxicology (online). Dr. Henk Tennekes zu seinen Ergebnissen: “Das Risiko von Pestiziden wie Imidacloprid und Thiacloprid wird wahrscheinlich enorm unterschätzt, besonders für Wasserlebewesen und Bodenorganismen. Die bislang gültigen Grenzwerte wurden weitgehend aus Kurzzeit-Tests abgeleitet. Würde man Langzeit-Versuche durchführen, könnten schon bei wesentlich geringeren Konzentrationen verheerende Schäden auftreten. Damit kann erklärt werden, wieso schon geringe Mengen Imidacloprid längerfristig Bienensterben verursachen können“. Tennekes zeigt sich besorgt über die hohe Belastung von Oberflächengewässern mit schwer abbaubaren Agrochemikalien. So wiesen Messungen der niederländischen Umweltbehörde bis zu 320 Mikrogramm Imidacloprid pro Liter (µg/l) nach. Der EU-Grenzwert für Trinkwasser hingegen liegt bei 0,1 µg/l.

Faulbrut im Kerpener Raum - Bienen von Seuche befallen

Wenn Bienenzüchter oder Imker einen zähen braunen Schleim in ihren Völkern finden, dann ist guter Rat teuer. Der Schleim ist nämlich ein Hinweis auf eine Faulbrut. Genau das haben die Veterinäre des Kreises jetzt im Kerpener Raum festgestellt. Nach Angaben des Kreises haben Tierärzte dort schon vor über einer Woche die amerikanische Faulbrut bei Bienenvölkern festgestellt und eine Sperrzone eingerichtet. Alle Imker, die Bienenvölker in diesem Sperrgebiet haben, müssen sich beim Veterinäramt des Kreises melden, damit die Ärzte dort Proben entnehmen können. In den Sperrbezirk dürfen weder Bienen hinein noch hinausgebracht werden.

Eine Tragödie: das Bienensterben in Luzern

Jahr für Jahr schwindet die Anzahl der Bienenvölker im Kanton Luzern. Der Luzerner CVP-Kantonsrat Urs Kunz ist besorgt: "Für den Menschen sind Bienen lebensnotwenig, da sie den grössten Teil der Pflanzen bestäuben. Und sie sind auch für die menschliche Nahrung unverzichtbar: ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt unmittelbar von den Bienen ab." Urs Kunz möchte deshalb wissen, wie schlimm die Lage ist und was die Regierung dagegen tut.

Imker beklagt tote Bienen

Am vergangenen Samstag hat der Ramschieder Imker Dieter Vester vor seinem Bienenstand in Kiedrich sterbende und tote Bienen entdeckt. In den Bienenstöcken fehlten etwa 70 Prozent der Bienen, schätzt er. Das Verhalten der sterbenden Bienen deute auf einen Giftschaden hin, sagte er auf Anfrage. Bestimmte Pflanzenschutzmittel machten die Bienen orientierungslos, so dass sie nicht zum Stock zurückkehrten, sondern in der Landschaft verendeten. Vester vermutet, dass die Bienen durch Pflanzenschutzmittel getötet wurden, die Landwirte oder Gärtner verwendeten.

Bienen war es zu nass: Halb so viel Mostobst wie 2009

Das seit Anfang Mai sehr nasse und zu kühle Wetter schadet der Landwirtschaft: In Oberösterreich gibt es heuer um rund die Hälfte weniger Mostäpfel- und -birnen als im Vorjahr. Bienen konnten während der verregneten Blüte der Streuobstbäume kaum fliegen.

Harte Zeiten für Honigfreunde

Oberbergischer Imkerhonig ist zurzeit Mangelware. Statt 10 bis 15 Kilogramm Honig pro Bienenstock, den 40- bis 50.000 Bienen bewohnen, kam diesmal so gut wie gar kein Honig heraus. Ein echtes Krisenjahr für die Imker.

Bienen in Not

Georg Kellner ist ratlos. Der Hobby-Imker muss um seine Bienen fürchten. Die fleißigen Völker sind durch den verregneten und kalten Mai vom Aussterben bedroht. Der Grund: Die Tiere fliegen bei einer Temperatur unter zehn Grad nicht aus. „Die Körperwärme reicht nicht aus, um das Ausschwärmen zu ermöglichen“, erklärt der Vorsitzende des Tölzer Imkervereins. Damit nicht genug: Die Kälte verhinderte außerdem das Blühen vieler Pflanzen. Die Bienen finden keinen Nektar für den Nachwuchs und die Königin stoppt ihre Eiablage. „Das habe ich in meiner Zeit als Imker noch nicht erlebt“, klagt Kellner, der sich seit 1963 mit der Bienenzucht beschäftigt. An eine Honigernte sei heuer nicht zu denken. Kellner hofft jetzt, dass wenigstens alle Tiere überleben. Schließlich verbrauchen sie 300 bis 400 Gramm Nektar am Tag.

Imker warnen vor Genmais-Verbreitung durch Bienen

Vor einer Verbreitung von gentechnisch verunreinigten Maispollen durch Bienen warnt der Imkerverband Mecklenburg-Vorpommerns: »Die Problematik beim Anbau des verunreinigten Saatgutes besteht darin, dass die Honigbiene den gentragenden Pollen überträgt»,erläutert Verbandsvorsitzender Wolf- Dieter Feldkamp. Über die Futterversorgung der Bienenvölker gelange der genveränderte Maispollen auch in den Honig.

Bienen liegen tot vor ihrem Stock

Ohne Verluste hat der Hobbyimker Johann Oßwald aus Oberringingen seine 20 Bienenvölker durch den langen und harten Winter gebracht. Doch jetzt sterben seine Bienen plötzlich wie die Fliegen. Im Gras vor den Bienenkästen liegen Hunderte verendete Tiere, einige von ihnen bewegen sich noch schwach. „Die sterben dann innerhalb von knapp einer Stunde“, sagt der Imker. Für Johann Oßwald eine Katastrophe. Den möglichen Grund für das Bienensterben hat Johann Oßwald bereits ausgemacht. „Seit gestern wird auf den Feldern wieder sehr viel gespritzt, gegen das Unkraut im Mais“, sagt Oßwald. Schon im vergangenen Jahr, als der Raps im Herbst noch einmal blühte, seien viele Bienen nach einer Spritzaktion tot vor dem Stock gelegen.

Das Elend der Bienen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen

Rund 30 Prozent aller Bienen in Baden-Württemberg haben nach Schätzung der Experten den vergangenen Winter nicht überlebt. Das sind bei rund 160 000 Völkern fast 50 000. Wieder einmal kämpfen die Imker um das Überleben ihrer Bienenvölker. So wie seit langer Zeit schon, denn die in der Natur unentbehrlichen Bestäuber von Blüten aller Art werden von vielen Seiten angriffen. Als man in Südbaden im Jahr 2008 dem Maiswurzelbohrer mit Clothianidin beikommen wollte, gingen fatalerweise auch 11 500 Bienenvölker zugrunde. Auch in Nordrhein-Westfalen müssen die Imker in diesem Jahr ein massenhaftes Bienensterben verkraften. Zwischen 20 und 30 Prozent aller Völker sind in den vergangenen Monaten zugrunde gegangen, wie der Vorsitzende des Imkerverbands Rheinland, Udo Schmelz, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp in Duisburg sagte.

Bienenverluste bis 90% in manchen Regionen Deutschlands - Ohne Bienen kein Obst und kein Gemüse

Die Bienen sind in Gefahr und mit ihnen die ganze Artenvielfalt und die Bestäubung der Blüten, die wiederum Voraussetzung dafür ist, dass sich Früchte entwickeln können. Ohne Bienen kein Obst und kein Gemüse – die fleißigen Insekten leisten weit mehr für die Gesellschaft als nur deren Versorgung mit leckerem Honig. "Wir hatten herbe Völkerverluste zu beklagen", sagte Ralf Albert, Vorsitzender der Bonndorfer Imker, rund 50 Prozent der Bienenvölker hätten den Winder nicht überlebt, in manchen Regionen gingen die Verluste sogar bis 90 Prozent.

Sorge um Bienen in der Schweiz - Wertverlust von zehn Millionen Franken

30 Prozent aller Bienen haben in der Schweiz den Winter nicht überlebt. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre unvermindert fort. Hochgerechnet beklagt die Schweizer Imkerei einen Verlust von 48'000 Bienenvölkern, was laut dem Verein Deutschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde zu einem Wertverlust von zehn Millionen Franken führt. «Der ökologische Verlust wiegt aber um ein Vielfaches schwerer», so der Verein in einer Mitteilung. Vizepräsident Robert Sieber präzisiert: «Die Biene steht in Bezug auf die Wertschöpfung an dritter Stelle - nicht wegen des Honigs, sondern wegen der Bestäubung. Die Lage ist ernst.»

Bienensterben nun Politikthema in der Schweiz

Den Bienen gehts schlecht. So schlecht, dass der oberste Schweizer Imker Richard Wyss – er präsidiert den Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde – kürzlich die Alarmglocken zog. Landesweit seien im vergangenen Winter mit knapp 50 000 Bienenvölkern fast 30 Prozent aller Bienen eingegangen. Diese Zahlen haben auch die grüne Baselbieter Landrätin Marie-Theres Beeler aufgeschreckt, die mittels Interpellation vom Regierungsrat wissen will, wie er dem Bienensterben begegnet. Nationalrätin Maya Graf (Grüne) verdächtigt das Saatgutbeizmittel Clothianidin, zum Bienensterben beizutragen. Sie forderte deshalb vom Bundesrat, dessen Zulassung zu sistieren. Doch ihre Motion wurde nur in der abgeschwächten Form des Postulats, wonach die Zulassung zu überprüfen ist, überwiesen.

Sag mir, wo die Bienen sind

Wo es normalerweise im Frühling summt und brummt, herrscht in diesem Jahr vielerorts Totenstille: In einigen Gebieten in Bayern fliegt kein einziges Bienenvolk mehr. Vor allem in Oberbayern, der Oberpfalz und in manchen Teilen Frankens gebe es 'überproportional hohe Winterausfälle', klagt der Fachberater für Imkerei im Bezirk Oberbayern, Arno Bruder. So seien die Bienenbestände in Oberfranken im Schnitt um 41,3 Prozent zurückgegangen, berichtet er unter Berufung auf eine telefonische Umfrage und Befragungen bei Imkertreffen.

Neues Bienensterben wieder durch Clothianidin?

Ein Bienensterben im Raum Karlsruhe könnte erneut mit dem Pflanzenschutzmittel Clothianidin zusammenhängen, befürchtet der Landesverband Badischer Imker. Imker hätten seit vergangener Woche viele tote Bienen mit typischen Vergiftungssymptomen vor ihren Stöcken gefunden. Bereits vor zwei Jahren waren durch mit dem Pestizid behandelte Maissaaten zahlreiche Bienenvölker am Oberrhein vernichtet worden. Der Einsatz des Wirkstoffs Clothianidin war deswegen untersagt worden. Allerdings nur zur Behandlung von Maissaaten. Für die Rapssaatbehandlung ist er weiter zugelassen. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverband Badischer Imker, Manfred Raff aus Linkenheim-Hochstetten (Kreis Karlsruhe), befürchtet daher, dass das neue Bienensterben damit in Zusammenhang stehen könnte.

Wildbienen droht Hungersnot

Region Heilbronn - Für viele Wildbienenarten beginnt derzeit der Kampf ums Überleben. Ausgerechnet im üppigen Wonnemonat Mai wird vielen Insekten die Nahrung knapp. Blühende Natur und hungernde Bienen − wie passt das zusammen? Beliebte Gartenpflanzen wie Geranien oder Studentenblumen bieten zwar eine üppige Farbenpracht, für heimische Bienen sind exotische Züchtigungen jedoch völlig wertlos. Und wenn Wolf-Dieter Riexinger vom Umweltamt der Stadt Heilbronn derzeit im Grünen unterwegs ist, bietet sich ihm meist das gleiche Bild: Die Wiesen sind abgemäht und damit auch die Blüten, die Wildbienen zum Überleben brauchen.

Mais, Bohnen und Bienen ist es zu kalt

Dem Mais ist es zu kalt. Auf die bisher viel zu niedrigen Temperaturen im Mai reagiert er nach einer Umfrage des Landvolkes Niedersachsen mit kümmerndem Wachstum und einer Vergilbung. Deutlich in der Entwicklung zurück sind auch die Gemüsekulturen. „Die Bestände wachsen rückwärts“, beschreiben die Landwirte das Verharren in einem Entwicklungsstand. Insbesondere wärmeliebende Gemüsearten wie Zucchini, Gurken, Kürbis aber auch Buschbohnen zeigen ihr Unbehagen gegen die Kälte mit Vergilbungen und einem deutlichen Entwicklungsrückstand. Auch die Obstbauern an der Niederelbe benötigen dringend einige warme Tage, damit die Bienen ihre Bestäubungsarbeit erledigen können. „Entweder ist es zu kalt oder zu nass für die Bienen“, beschreibt Dr. Karsten Klopp vom Obstbauberatungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Jork die Situation.

Immer mehr Bienen sterben

Die offiziellen Zahlen sprechen von einem Verlust bis zu 25 Prozent. Doch Manfred Hederer, der Präsident des Berufs- und Erwerbsimkerbundes, und Arno Bruder, Fachberater für Imkerei beim Bezirk Oberbayern, schätzen die Verluste bei den Bienenvölkern in der Region weit höher ein. Die Nachfrage nach Völkern sei derzeit sehr hoch und das Angebot gering. Früher habe ein Imker vielleicht über den Winter maximal fünf Prozent seiner Völker verloren, heuer geht Manfred Hederer von einem Verlust von bis zu 50 Prozent aus.

Obstbauern blüht schlechte Ernte - Bienen-Nachwuchs auch gefährdet

Peter Maske (59), Präsident des Deutschen Imkerbunds: „Schon jetzt gibt es etwa ein Viertel weniger Bienen als sonst. Außerdem gibt es weniger Nektar, den sie in den Bienenstock zur Brut bringen können. Dadurch ist der Bienen-Nachwuchs gefährdet!“ Folgen: Der Honig wird knapp und teuer, auch die Obsternte fällt schlechter aus!

Impacts of a pesticide on pollinator species richness at different spatial scales

C.A. Brittain, M. Vighi, R. Bommarco, J. Settele, S.G. Potts, 2010

Zusammenfassung

Imkern droht magere Ernte - Wetter und die Winterverluste machen Bienen zu schaffen

Statt warmer Frühlingstage anhaltender Regen und niedrige Temperaturen: Die Imker im Landkreis Tübingen bangen um ihre ersten Honigernten aus den Obstgärten und Rapsfeldern. In diesem Jahr sind die Imker doppelt beunruhigt: zum einen, weil Regen und Kälte nicht aufhören wollen, und zum anderen, weil viele Imker im Winter überdurchschnittlich viele ihrer Honigbienen verloren haben. „Ein Drittel der Imker haben diesmal mehr als 30 Prozent ihrer Bienen verloren, manch einer sogar 80 Prozent“, weiß Peter Rosenkranz, der Leiter der Bundesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim.

30 Prozent der Schweizer Bienen tot oder geschwächt

Schweizer Imker warnen vor einer weiteren Dezimierung der Bienenbestände. Im vergangenen Winter ist laut dem Schweizer Verein der Bienenfreunde rund ein Viertel der Bienenvölker gestorben. Weitere 8% sind so geschwächt, dass sie nicht überleben werden. Der genaue Grund für das Bienensterben ist noch nicht bekannt. Zur Zeit sei die biologisch natürliche Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen durch Bienen in der Schweiz zwar noch nicht gefährdet. Laut Robert Sieber von der Schweizer Bienenzeitung ist es aber für eine Entwarnung zu früh, wie er gegenüber Radio Basel sagte. Im Moment sei der Aufbau eines "Bienengesundheitsdienstes" in vollem Gang.

Zu wenig Bienen: Rapsbauern in Schleswig-Holstein befürchten schlechtere Ernte

Schleswig-Holstein färbt sich gelb – die Rapsblüte hat begonnen. Den langen, harten Winter hat die Ölpflanze gut überstanden. Einziges Problem: Es gibt zu wenig Bienen. Bienen können bewirken, dass die Erträge um bis zu 30 Prozent steigen. Dazu bräuchte man allerdings vier Völker pro Hektar Raps. Durch die Bestäubung werden die Schoten länger, die Körner größer. Von dieser Quote ist man im nördlichsten Bundesland jedoch weit entfernt. Der Winter hat die Bienenvölker im Norden weiter dezimiert – um knapp 20 Prozent.

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